Chronik der Automobile Diethelm AG

Eine 111-jährige Erfolgsgeschichte

1882

In diesem Jahr wurde der Urgrossvater der heutigen Geschäftsführer Harry und Urs Diethelm Carl Diethelm in Hamisfeld bei Dozwil auf einem landwirtschaftlichen Betrieb geboren. Zu dieser Zeit verdienten sich seine Eltern ihren Lebensunterhalt mit dem Stör-Dreschen und der Schnaps-Brennerei. Elektrischen Strom oder Automation kannte man in dieser Zeit kaum oder gar nicht. Also mussten jegliche Arbeiten auf Feld und Hof mit Muskelkraft von Mensch und Tier bewältigt werden.

Um die schweren Arbeiten etwas zu erleichtern, erfanden die beiden Brüder Carl und August Diethelm 1897 mit viel technischem Geschick eine fahrbare Dampfmaschine, das "Lokomobil". Kurze Zeit später entwickelten sie zusätzlich eine mobile Schnapsbrennerei.

1887

Nach den Primar- und Sekundarschuljahren trat der junge und technisch hochbegabte Carl Diethelm 1887 eine dreieinhalbjährige Wunschlehre als Mechaniker in Müllheim an. Der doch etwas weite Weg von Hamisfeld zur Lehrstelle nach Müllheim war sehr oft beschwerlich und mit einigem Zeitaufwand verbunden. Musste er doch schon sehr früh morgens aufstehen, um pünktlich im Lehrbetrieb zu stehen. Später trat er ein lehrreiches Wanderjahr an und wurde 1901 Geselle bei der WAAG-Fabrik in Ermatingen. 1903 richtete sich Carl Diethelm in der Scheune seines Elternhauses in Hamisfeld eine kleine, einfach gehaltene mechanische Werkstätte ein. In dieser Werkstatt reparierte er alles, was mit Fahrrädern, Motorrädern, Nähmaschinen, wassergetriebenen Waschmaschinen etc. zu tun hatte.

1904

Es bot sich Carl Diethelm die Gelegenheit, einen Kleinbetrieb an der Winkelriedgasse in Amriswil zu übernehmen. Der Grundstein für eine "Mechanische Werkstatt Carl Diethelm" war gelegt. Im gleichen Jahr erstand Carl Diethelm sein erstes Automobil, den "Pic-Pic" der damaligen Genfer Firma "Piccard et Pictet & Cie". Gefahren wurde noch ohne Führerausweis, die einzige Regel, die es zu beachten galt, war: "Rechts fahren, links überholen". Zu dieser Zeit waren vielmehr die ersten Motorrad-Führerausweise auf dem Markt. Carl Diethelm hatte diesen bereits 1906 erworben, und erst später im Jahre 1909 folgte der erste Automobilführer-Ausweis.

Im gleichen Jahr heiratete der junge Carl Diethelm die ebenfalls junge und tatkräftige Bertha Frischknecht aus Schönengrund im Appenzellerland. Diese stand ihm in allen Belangen tatkräftig zur Seite.

1906

Die zur damaligen Zeit neuen technischen Möglichkeiten in Sachen Motorentechnik beflügelten Carl Diethelm immer wieder aufs Neue. Somit tüftelte er an verschiedenen Neuerfindungen, die er auch vereinzelt patentieren liess. Einige seiner Erfindungen wie der Patentverschluss eines Veloanhängers fanden grosse Anerkennung. Diese wurden zu hunderten in seiner eigenen Werkstatt in Amriswil hergestellt und verkauft.
1906 baute Carl Diethelm ein "dreirädriges Vehikel" und bestückte dieses mit einem Zündapp-Motor und einem Frontsitzkorb. Seine Frau Bertha mit Sohn Karl erregten grosses Aufsehen im Dorf Amriswil, als sie sich mit diesem neuartigen Fortbewegungs-mittel zeigten. Mit diesem wurden fortan auch die sonntäglichen Ausflüge der Familie Diethelm unternommen, bis zu dem Tage, als das Gefährt mit Frau und Kind in einem Graben landete. Laut späterer Aussage von Frau Bertha Diethelm war die Unfallursache: zuviel Alkohol. 1909 erhielt der Motorwerkstatt-Besitzer Carl Diethelm als erster Amriswiler den Ausweis zum Automobilführer.
Weiter verkaufte Carl Diethelm die Lizenzrechte zum Bau einer Baubretter-Putzmaschine an die Firma "Von Roll". Diese Maschine wurde dort patentiert, gebaut und verkauft.

In diesem Jahr kaufte das dynamische Ehepaar Diethelm das Restaurant "Hecht" in der Nähe der Kantonalbank in Amriswil. Die Frau wirtete im Restaurant und ihr Mann Carl nahm sich den mechanischen Arbeiten an.Im gleichen Jahr schenkte ihm seine Frau Bertha einen Sohn, der den Namen Karl erhielt. Zur selben Zeit machte Carl den Ausweis als Motorveloführer in Frauenfeld.
1908 folgte das zweite Kind, Tochter Berty.

1914

Nach harten Anfangsjahren der Firma und dem Ausbruch des ersten Weltkriegs im Jahre 1914 wuchs die Firma Carl Diethelm immer mehr und das Platzangebot wurde immer knapper. In diesem Jahr entschied man sich zu einem Neubau auf dem Areal der alten, abgebrochenen Festhütte am Marktplatz in Amriswil. Innerhalb kürzester Zeit wurde an dieser Stelle ein stattliches Geschäftshaus mit grosser Reparaturwerkstatt und den nötigen Räumen für Büro und Lager gebaut. Der obere Teil des Hauses wurde als Wohnraum für die Familie Diethelm genutzt.

Somit war im Jahr 1914 die "Platz-Garage" in Amriswil geboren. Kurze Zeit später begannen die ersten zaghaften Schritte zum eigentlichen Autohandel mit den Automarken wie "Dixi" (3-Plätzer), "Turicum" (4-Plätzer) und "Piccolo" (2-Plätzer).

1919

Der "Platz-Garage" war ein grosser Erfolg beschieden. Der Weltkrieg konnte dem Geschäft nichts anhaben und der Autohandel kam immer besser in Schwung. Schon bald musste man im Jahre 1919 die Werkstatt westlich gegen die Kirchstrasse erweitern.

1921 trat die zweite Generation Diethelm in den Familienbetrieb ein. Sohn Karl absolvierte eine Lehre als Mechaniker im Geschäft seines Vaters und schloss diese 1924 mit einem Diplom ab. Kurze Zeit später ging Karl Diethelm nach Cressier ins "Welschland" und danach für ein Jahr nach Bielefeld in die Firma Dürrkopp, um seine Berufskenntnisse zu vertiefen.

1925

1925 wurden die ersten Kleinwagen "Stöwer junior" (4 Zylinder mit 2 Türen) zusätzlich in den Autohandel der "Platz-Garage" aufgenommen. 1927 übernahm die "Platz-Garage" als erste Garage in der Ostschweiz die offizielle Renault-Vertretung. Zu dieser Zeit musste Karl Diethelm die Renault-Neuwagen persönlich vom Renault-Vertreter Schweiz in Genf abholen. Die Auslieferung der Fahrzeuge erfolgte nur gegen Barzahlung!

1928 heiratete Karl Diethelm Frau Klärli Oberhänsli aus Mattwil/TG. Ein Jahr später erblickte ihr einziges Kind, Sohn Karl, das Licht der Welt. Die dritte Generation der Familie Diethelm hatte begonnen.

1930

1930 übernahm die "Platz-Garage" die Automarke Röhr als zweite offizielle Vertretung mit den Modellen "Röhr junior" (4 Zylinder, 2-türig) und "Röhr" (8 Zylinder, 4-türig) als Limousine und als Cabriolet. Diese Autos mussten ebenfalls, wie bei der Marke Renault, persönlich im Werk Ober-Ramstadt (Hessen) in Deutschland abgeholt werden. Die Autos wurden nur gegen Barzahlung (Preis einer Limousine: 10800.- D-Reichsmark) ausgehändigt. Die Technik dieses Automobils war zu dieser Zeit schon ein kleiner Meilenstein in Sachen Autobau. Der Motor lief im Lehrlauf so ruhig, dass man einen "Fünfliiber" hochkant auf den vorderen Kotflügel stellen konnte, ohne dass das Geldstück umfiel.

Dies erzählte Karl Diethelm (1906) immer wieder gerne in seinem Freundeskreis. Im gleichen Jahr wurde in einem ersten Modell eine Fahrschule gegründet, welche von der Tochter Berty Diethelm betrieben wurde. Sie gab persönlich Fahrstunden und brachte Männern wie auch Frauen den richtigen Umgang mit Autos im Strassenverkehr bei.

1931 musste dem starken Zuwachs des motorisierten Verkehrs und der damit verbundenen Nachfrage nach Treibstoff mit einer eigenen Tankstelle Rechnung getragen werden. Die "Platz-Garage" erhielt als erste Garage in Amriswil eine Tankstelle mit Zapfsäulen. Das bisherige etwas mühsame Auspumpen von Hand aus den Benzinfässern gehörte der Vergangenheit an.

1934

1934 erfolgte ein weiterer Ausbau der Reparaturwerkstatt. Auf der Südseite des Hauses musste der Gemüsegarten einer weiteren Innovation von Karl Diethelm weichen. Es wurde ein Autowaschraum für Ober- und Unterwäsche von Fahrzeugen, sowie ein separater Raum mit modernstem Hydrauliklift für den Schmierservice gebaut.

1936 wurde der Garagenbetrieb an die zweite Generation der Familie Diethelm übergeben. Karl und Klärli Diethelm-Oberhänsli erkannten recht bald, dass im Angebot der Autovertretung die kleineren und günstigeren Fahrzeuge fehlten. Deshalb entschied man sich 1936 für die Vertretung von Lancia.
Mit den Modellen "Ardea" und "Aprilia" konnte diese Verkaufslücke geschlossen und ein weiteres Kundenbedürfnis gedeckt werden. Das noch heute bestehende Karrosserie-Werk Langenthal baute damals auf das Aprilia-Chassis ein wunderschönes 4-plätziges Cabriolet.Der erste Besitzer eines solchen einzigartigen Schmuckstückes war der Baumeister Hector Bressan

Die "Platz-Garage" verstand es, ihre Kundschaft von Zeit zu Zeit mit kleinen Events zu überraschen und zu begeistern. Eines der Unvergesslichsten, von dem heute noch einige "betagte Renault-Kunden" zu erzählen wissen, war der Ausflug von der "Platz-Garage" in Amriswil auf die Schwägalp. Dort gab es ein gutbürgerliches Mittagessen mit anschliessendem Tanz bei eigener Kapelle. Solche Anlässe festigten die Beziehungen zur bestehenden Kundschaft und verhalfen der Familie Diethelm somit einen sicheren Platz im Autohandel einzunehmen.

1939

1939 brach der Zweite Weltkrieg aus. Obschon die Schweiz nicht direkt involviert war, spürte man auch in der Autobranche die negativen Einflüsse des Krieges. Das Benzin wurde rationiert. Aus der Not heraus baute man diverse Fahrzeuge auf Holzkohlen-, Karbid- und Acetylen-Betrieb um. Weiter wurde infolge des Krieges die Lieferung von Röhr-Fahrzeugen eingestellt.

Nachdem Frankreich ebenfalls in den Krieg eingetreten war, entfiel auch die Lieferung der Renault-Fahrzeuge aus Frankreich. Man arbeitete im reduzierten Masse in der "Platz-Garage" weiter. Der Senior-Chef wurde in den Aktivdienst (zur Fliegerkompanie 15) eingezogen und leistete dort weit über 1000 Diensttage.
Während dieser Zeit wurde der Betrieb von seiner Ehefrau Klärli und einigen wenigen Mechanikern und Lehrlingen weitergeführt.

1944

1944 trat Sohn Karl während der Kriegszeit die Lehre als Automechaniker im väterlichen Betrieb an. Später erweiterte er seine technischen Kenntnisse in der Garage "Des trois Rois" in La Chaux-de-Fonds und nebenbei wurde er so der französischen Sprache mächtig.

Während und nach dem Zweiten Weltkrieg konnten keine Autos aus Frankreich (Renault) oder Deutschland (Röhr) importiert werden. Die Grenzen waren geschlossen und die Fabriken Frankreichs sowie Deutschlands grösstenteils zerstört. Aus diesem Grunde musste sich die "Platz-Garage" in diesen Jahren nach anderen Automarken umsehen.

1946 kam es dann zu Vertreterverträgen mit der englischen Rootes-Gruppe mit den Modellen: "Humber", "Sunbeam" und "Hillman". Weiter wurde mit der Firma Titan AG in Zürich ein Vertrag für die amerikanischen Fahrzeuge von De Soto mit den Modellen "Diplomat" (18 PS) und "Custom" (20 PS) abgeschlossen.

1948

Im Jahre 1948 konnten die ersten Renault-Modelle "Juvaquatre", "Renault-Heck", Lieferwagenchassis und Traktoren wieder importiert und verkauft werden. Im gleichen Jahr liefen die Verträge mit Lancia aus und wurden nicht mehr erneuert. Von nun an hatte man also in der "Platz-Garage" amerikanische, englische und französische Fahrzeuge im Angebot.

1950

1950 absolvierte der Sohn Karl junior (3. Generation) die Mot. Mech. Unteroffiziersschule und darauf die Offiziersschule in Thun. In den Jahren 1952 bis 1953 ging er nach Toronto (Kanada), um sich auf den amerikanischen Automarken "Chrysler" und "General Motors" weiterzubilden und seine Englischkenntnisse zu verbessern.
Nach lehrreichem Auslandaufenthalt kehrte Karl Diethelm junior in seinen elterlichen Betrieb nach Amriswil zurück und arbeitete dort von nun an als Garagen-Chef und erwarb sich kurz darauf die Auszeichnung der Meisterprüfung.

1954 erhielt die "Platz-Garage" die offizielle Vertretung von "Mercedes-Benz". Mit dieser neuen Autovertretung entfielen die alten Vertretungen der Marken "Hillman", "Humber", "Sunbeam" und "De Soto". Man entschied sich, von nun an die beiden Automarken "Renault" und "Mercedes Benz" zu verkaufen.
Wieder einmal wurden die Platzverhältnisse in der "Platz-Garage" eng, und so wurden im gleichen Jahr ein Wohnhaus an der Kirchstrasse 3 mit Tiefgarage und vier zusätzlichen Werkplätzen gebaut.

1959

1959 heiratete Karl Diethelm (3. Generation) Hildegard Hasler aus Montlingen (Rheintal). Diese Ehe brachte in den kommenden Jahren drei Söhne hervor. 1959 wurde der erste Sohn, Karl-Heinz, 1962 der zweite Sohn, Urs René, 1965 der dritte und letzte Sohn, Harry-Frank geboren. Die vierte "Generation Diethelm" hatte also begonnen.

1963

In diesem Jahr konnte Karl Diethelm mit seiner Frau Hildegard das elterliche Geschäft übernehmen. Beide engagierten sich vollzeitlich im Geschäft. Karl Diethelm kümmerte sich generell um den Autohandel und die Reparaturwerkstatt und seine Frau Hildegard übernahm die Abwicklung der Administration.

1972

1972 war es wieder soweit. Die Vielfalt der Fahrzeugmodellreihen von Renault und Mercedes-Benz wurde immer grösser und forderte so eine Erweiterung der Ausstellungsräume. Die Räumlichkeiten der "Platz-Garage" konnten definitiv nicht mehr erweitert werden und somit entschied man sich ein Stück Land etwas ausserhalb von Amriswil an der St. Gallerstrasse zu erwerben. Auf diesem wurde ein kompletter Neubau mit Tankstelle und darüberliegendem Wohnbereich realisiert. Weiter entstand neben der Garage eine moderne Waschstrasse, welche zur damaligen Zeit einmalig war.

1973

1973 konnte die neu erstellte Garage an der St. Gallerstrasse in Betrieb genommen werden. Endlich hatte man den erforderlichen Platz für Werkstatt, Neuwagen- und Occasionshandel geschaffen. Weiter hatte man durch die Erweiterung neue Räumlichkeiten für die hauseigenen Karrosseriearbeiten gewonnen und konnte so den erweiterten Kundenbedürfnissen gerecht werden. Lediglich die Lackierarbeiten wurden in Zusammenarbeit mit externen Firmen ausgeführt.

Die "Platz-Garage" wurde nach 69 Jahren verabschiedet und die Era "Garage Diethelm AG" begann.

1975

1975 entschied sich der erste Sohn Karl-Heinz für eine akademische Ausbildung. Nach der Kantonsschule studierte er Geologie an der ETH in Zürich und schloss dort sein Studium mit dem Doktortitel ab.
Dazwischen genoss er 1987 einen sechsmonatigen Studienaufenthalt am U.S. Geological Survey in Kalifornien und vermählte sich 1988 mit Daniela Barta aus Arbon, welche ihm vier Kinder schenkte. Seit 1989 ist er leitender Angestellter im Amt für Umweltschutz im Kanton Appenzell AR.

1978

1978 trat der zweite Sohn Urs René die Automechaniker-Lehre bei der Mercedes-Benz AG in Schlieren an. Ab 1984 genoss Urs einen vierjährigen Auslandaufenthalt in San Francisco/Kalifornien, wo er seine Berufs- und Sprachkenntnisse vertiefen konnte. Während den nächsten drei Jahren arbeitete er wieder in seinem Lehrbetrieb in Schlieren und bildete sich bis zur erfolgreich bestandenen Meisterprüfung weiter.
1991 heiratete er Barbara Käslin aus Kalifornien und stieg mit seinem Bruder Harry in den väterlichen Betrieb als Geschäftsführer ein.

1981

Auf Druck der Autoimporteure wurde eine Trennung der Ausstellräumlichkeiten für Renault und Mercedes gefordert. Somit erstellte man auf der Südseite des Haupt-gebäudes eine neue Halle mit separatem Ausstellungsraum. Ab diesem Zeitpunkt waren die Neuwagen der beiden Marken räumlich getrennt, im Hauptgebäude "Mercedes" und im neuen Gebäude "Renault".

1981 trat der dritte und letzte Sohn die Lehre als Automechaniker bei der Garage Meier AG in Egnach an. Nach erfolgreichem Lehrabschluss arbeitete er wie sein Bruder Urs zwei Jahre bei Mercedes-Benz in Schlieren und eignete sich so die technischen Kenntnisse auf den Mercedes-Fahrzeugen an.
1990 folgte ein Jahr bei der Renault-Vertretung "Zil"-Garage in St. Gallen. Danach bildete sich Harry ebenfalls weiter bis zur erfolgreich bestandenen Meisterprüfung. Im Jahre 1996 vermählte er sich mit Claudia Massimo aus Amriswil, welche ihm drei Kinder schenkte.

1996

Im Oktober 1996 traten Karl und Hildegard Diethelm in den wohlverdienten Ruhestand und übergaben ihren beiden Söhnen die alleinige Führung des Geschäfts. Ab diesem Zeitpunkt übernahm der langjährige Mitarbeiter Giuseppe Cavaliere die Führung des Kundendienstbereichs und Urs wechselte in den Verkauf, um seinen Bruder dabei tatkräftig zu unterstützen.

Die Weltwirtschaft steckte mitten in einer Rezession, die beinahe unüberwindbar zu sein schien. Es wurde immer mehr rationalisiert, so auch in der Autobranche. Unumgängliche Restrukturierungen fanden in allen Wirtschaftszweigen statt. Immer mehr Auflagen, ein immer höher werdender Kostendruck liess die Autoindustrie in die Knie gehen. Der Autoverkauf stagnierte, die Reparatur-Intervalle wurden immerlänger (früher waren es alle 10000, heute sind es bereits alle 30000 Kilometer). Immer mehr begann man sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das Motto hiess: Konzentration der Kräfte!

2004

Somit hatten sich Harry und Urs per 31. Dezember 2003 entschieden, die Marke Renault abzugeben. Selbstverständlich werden die langjährigen Renault-Kunden weiterhin mit Rat und Tat betreut. Es besteht weiterhin die Möglichkeit sämtliche Service- und Reparaturarbeiten an allen Renault-Fahrzeugen professionell auszuführen.

Mit der Einführung der ISO-Zertifizierung 9001:2000 und ISO 14024:1999 im Jahr 2005 werden die internen Abläufe und Strukturen neu überdacht und hinterfragt. Diese Kriterien werden stetig verfolgt, ohne das eigentliche Ziel "des Kundennutzens" aus den Augen zu verlieren.

Unermüdlicher Einsatz hat das Unternehmen zu einer namhaften und erfolgreichen Auto-Garage gemacht, die jederzeit für Qualität und Top-Kundenbetreuung steht. Mit dieser grossen Verantwortung im Rücken macht sich die Garage Diethelm AG selbstverständlich Gedanken über die nächsten 100 Jahre. Der erste Schritt wurde mit einem Facelifting des Firmenlogos und der damit verbundenen Namensänderung gemacht. Von nun an nennt sich die Garage nicht mehr "Garage Diethelm AG" sondern "Automobile Diethelm AG".

Das neue Firmenlogo wurde etwas verjüngt und dynamischer gestaltet. Mit den neu geschaffenen Grundsätzen wie straffere Strukturen und zielorientierteres Betreuen der Kunden, hat die "Automobile Diethelm AG" die Weichen für die nächsten 100 Jahre gestellt.

Mit dieser entscheidenen Struktur-veränderung wird sich die "Garage Diethelm AG" noch mehr auf den Verkauf und Service von Mercedes-Personenwagen und Transportern konzentrieren können. Mit dieser Massnahme tritt sie dem enormen Druck beider Marken entgegen. Durch den Verkauf "einer" Marke werden die Investitionen und Anforderungen, trotz einer immer grösseren Produktevielfalt, deutlich reduziert.

Die "Garage Diethelm AG" ist der festen Überzeugung, mit "einer" Marke, alle Kunden noch professioneller bedienen zu können und somit die Zukunft der Garage zu sichern. Mit dem Start ins Jahr 2004 begann für die Firma ein ganz besonderes Jahr. Es ist das Jahr des 100-jährigen Bestehens eines Unternehmens, welches bereits seit vier Generationen in fester Hand der gleichen Familie ist.

2015

Dieses Jahr feiern wir unseren 111 Geburtstag!